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Thaer Likör wird vorgestellt

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05.04.2007

18. Mai 2007- auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Paaren/Glien am Stand der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin wird der exklusive Brandenburger Thaer Likör vorgestellt.

Die Geschichte zum Thaer Likör.
Albrecht Daniel Thaer kam 1804 von Celle nach Möglin, bewirtschaftete ein Gut von 240 ha als Mustergut und gründete 1806 seine berühmte Akademische Lehranstalt des Landbaues, nachdem er seine erste Lehranstalt in Celle aufgegeben hatte. Ab 1819 durfte diese Einrichtung den Titel Königlich Preussische Akademie des Landbaues führen. Schon 1810 war Thaer durch Wilhelm von Humboldt zum außerordentlichen Professor für Kameralwissenschaften an die gerade gegründete Berliner Universität berufen. Die Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin führt das Werk Thaers fort, die Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer Möglin e.V. pflegt sein Andenken.
Der Berliner Landwirtschaftsstudent Golo Philipp kommt aus Booßen bei Frankfurt-Oder. Seine Eltern bewirtschaften einen Landwirtschaftsbetrieb mit einer landwirtschaftlichen Brennerei. Sein Bruder betreibt Imkerei und auch die Herstellung diverser Liköre auf der Basis des selbst produzierten Honigs. Er vermarktet die Produkte überwiegend auch selbst.
Während der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2006 (125 Jahre Landwirtschaftliche Hochschule Berlin, 200 Jahre Lehrinstitut Möglin) wurde die Idee geboren, einen neuen unverwechselbaren Likör zu entwickeln, in dem 27 als Unkräuter vorkommende Pflanzen von den Flächen des Booßener Betriebes verarbeitet werden. Auf den sandigen wenig fruchtbaren Böden ist die Quecke sehr verbreitet. Thaer hatte mit diesem Unkraut ebenfalls Probleme und der von ihm entwickelte Exstirpator, ein grubberähnliches Gerät, empfiehlt er zum Herausziehen der Queckenrhizome aus dem Boden. Ursprünglich sollte der neue Likör deshalb „Queckenlikör“ heißen. Die Rhizome der Quecke werden auch als Heilmittel verwendet und wegen der entschlackenden Wirkung geschätzt. Sie soll auch „astrale“ Kräfte über ihre Inhaltsstoffe vermitteln und allgemein belebend sein.


Warum nun „Thaer-Likör“? Thaer schenkte seinen Studenten zwar zum gemeinsamen Mittag- und Abendessen Bier aus, welches sogar von den Studenten aus den weintrinkenden Regionen angenommen wurde, doch der allgemeinen Entwicklung in landwirtschaftlichen Gutsbetrieben, gewerbliche Brennereien zu betreiben, widersetzte er sich bewusst. Er erkannte die nachteiligen Wirkungen des Genusses hochkonzentrierten Alkohols auf seine Arbeiter. Lediglich bei der schweren Karrenarbeit des Verbringens von organischen Bodens aus den Senken auf die höher gelegenen sandigen Ackerstellen zur Bodenverbesserung genehmigte er den Landarbeitern einen Schluck Branntwein. Würde Thaer unsere heutigen Absichten kennen, dann hätten wir sicher seine Zustimmung. Mit seinem Namen verbindet sich in der Landwirtschaft sehr viel. Die konsumierende nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung kennt ihn leider kaum. Vielleicht gelingt es, über den Namen Menschen zum Nachdenken anzuregen. Was wäre dieses Land ohne eine leistungsfähige Landwirtschaft, die sich auf wissenschaftlicher Basis weiter entwickelt?


Dass Thaer-Likör ein Souvenir vom Besuch der Thaergedenkstätte Möglin werden könnte, dass er von der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin als willkommenes Geschenk Verwendung findet, dass vielleicht der eine oder andere Besucher der Region darauf aufmerksam wird wünscht sich der Entwickler und Produzent „Imkerei Gebrüder Philipp“.

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