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Abformarbeiten im Thaersaal in Berlin
20.08.2007
Seit einigen Wochen finden im Thaersaal der Landwirtschaftlich-gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin in der Invalidenstraße 42 Abformarbeiten an den drei Relief-Platten des Thaer-Denkmales statt. Grund dafür ist die originalgetreue Wiederherstellung des Schinkelplatzes in Berlin-Mitte im Auftrag der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK). Das Thaer-Denkmal auf dem Schinkelplatz soll einen neuen Sockel aus rotem Granit erhalten. Von den ursprünglichen acht Bronzeplatten sind nur noch drei erhalten, welche jetzt kopiert werden. Die restlichen müssen nach Modellen und Photographien neu modelliert und in Bronze gegossen werden. Planungen für die Fertigstellung des Platzes mit den Denkmälern von Schinkel, Thaer und Beuth sehen das Jahresende 2007 vor. Es ist aber davon auszugehen, dass das Thaerdenkmal längere Zeit in Anspruch nehmen wird.
Das 1856–1859 von Christian Daniel Rauch geschaffene und nach dessen Tod von Hugo Hagen vollendete Denkmal wurde 1860 auf dem Schinkelplatz errichtet. Nach dem Krieg wiesen die Reliefs Einschüsse sowie Splitterschäden auf und wurden wenig später gestohlen. Das Thaer-Denkmal stand in diesem Zustand bis 1952 auf dem Schinkelplatz. Anlässlich des 200. Geburtstages von Thaer wurde es in den Lichthof der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin in der Invalidenstrasse 42 gebracht und dort auf einen neuen Sockel gestellt, ebenso die drei erhaltenen Sockelreliefs. Diese sind dem Agrarwissenschaftler Johann Heinrich von Thünen und anderen Zeitgenossen Thaers gewidmet und zeigen landwirtschaftliche Szenen. Eine Replik der unter Denkmalsschutz stehenden Skulptur wurde bereits im Juli 2000 auf dem Schinkelplatz aufgestellt.
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