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Thaers Erbe in Möglin

Der Thaerhof mit Gutspark in Möglin

 
 
  Inspektorenhaus  
     
  Inspektorenhaus
 
 
 
 
     
  Thaerbueste  
     
  Stele  
 
 

Albrecht Daniel Thaer (1752-1828) arbeitete bis 1804 als Mediziner in Celle und beschäftigte sich zunehmend mit landwirtschaftlichen Fragestellungen. Ab 1804 war er auf Einladung des Preußischen Königs dauerhaft in Möglin ansässig und gab den Arztberuf auf. Er bewirtschaftete das Gut Möglin nach rationellen Gesichtspunkten, wirkte als Staatsrat direkt und indirekt an den Preußischen Agrarreformen mit und begründete die landwirtschaftliche Lehre.

Die frühere Thaersche Wirkungsstätte mit dem Wirtschaftshof, dem Gutshaus, dem Inspektorenhaus und dem Park steht komplett unter Denkmalschutz.

Um das Gedenken an Thaer materiell abzusichern, erfolgten 1992 umfangreiche Sanierungsarbeiten am Gutshaus und am Inspektorenhaus mit Fördermitteln in Höhe von mehr als 750.000 DM. Die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) verkaufte das Objekt 1996 ohne eindeutige Auflagen zur Absicherung des Thaergedenkens. Nach Auslaufen der Bindungsfrist der Fördermittel ist daher nur noch der Park eingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Die anderen Objekte sind privatisiert und stehen für das Gedenken an Thaer derzeit nicht zur Verfügung.

Das Gutshaus wurde 1592 durch Henning von Barfuss erbaut. Thaer erwarb es 1804 als Wohnsitz und erweiterte es um einen Anbau. Seit den 60ger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es als Internat für landwirtschaftliche Lehrlinge, als gesellschaftlicher Mittelpunkt der Gemeinde Möglin und für Veranstaltungen der verschiedensten Art, insbesondere der Weiterbildung genutzt. Bis 2001 gab es im Haus ein für Jedermann zugängliches Thaerzimmer.

Im Inspektorenhaus mit seiner für die Mark Brandenburg typischen Bauweise aus Feld- und Ziegelsteinen befand sich bis Ende 2007 die Dauerausstellung über Thaer. Außerdem war es Sitz der Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer. Der Eigentümer, die Thaerhof Möglin Agrar GmbH, kündigte die Räume. Ausstellung und Fördergesellschaft mussten in ein neues Domizil ausweichen, das gemeinsam mit der Gemeinde Reichenow-Möglin 2008/2009 errichtet wurde.

 
 
  Tafel am Thaergrab  
     
  Tafel am Thaergrab
 
 
 

Im Park befinden sich das Thaergrab und eine Stele mit Thaerbüste von 1978, aufgestellt zum 150. Todestag. In der benachbarten Dorfkirche ist eine kleine Nebenausstellung über Thaer und seinen Einfluss auf die heutige Landwirtschaft zu sehen. Sie entstand 2004 aus Anlass der 200. Wiederkehr des Kaufes von Möglin durch Thaer.

 

 

 

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