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Thaers wissenschaftliche Lehre
Agronomie - Dreifelderwirtschaft, Humustheorie und Bodenbearbeitung
Thaer führte die verbesserte Dreifelderwirtschaft und später
der Fruchtwechselwirtschaft nach dem Vorbild der englischen Landwirtschaft
(50 % der Ackerfläche tragen Getreide, 50 % sind mit Blattfrüchten
bestellt) ein.
Mit der Fruchtwechselwirtschaft entfiel die jeweils im dritten
Jahr eingefügte Brache der Alten Dreifelderwirtschaft, die
der Erholung des Ackers diente. Die Erträge stiegen erheblich
an, weil die Blattfrüchte intensiv bearbeitet und auch mit
Stallmist versorgt wurden.
Zitat Thaer:
"Schon längst sagten daher alte erfahrene Landwirthe,
die ganze Kunst der Landwirthschaft besteht darin, Mist genug zu
machen." Thaer entwickelte daraus seine Humustheorie
Zitat Thaer:
"Alle in Fäulnis oder Verwesung übergegangene organische
Substanzen enthalten die Materie zur Hervorbringung . . . . jeder
angebauter Vegetabilien."
Thaer erkannte die Vorzüge der Blattfrüchte für
Bodenfruchtbarkeit und die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation
der Landwirtschaft. Er trug wesentlich zur Einführung neuer
Feldkulturen bei (z. B. Kartoffeln, Rüben, Luzerne, Klee, Hülsenfrüchte).
Thaer entwickelte von aus England importierten Bodenbearbeitungsgeräten,
Sämaschinen und Pflegegeräten, Propagierung der Getreidedrillsaat.
Zitat Thaer:
"Der Effect der Arbeit wird erstaunlich vermehrt durch zwei
mächtige Hebel: Theilung der Arbeit und Maschinen."
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