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Das Leben Albrecht Daniel Thaers
Thaer der Schüler (1752-1780)
Albrecht Daniel Thaer wird am 14.05. 1752 als Sohn des Hofmedicus
Johann Friedrich Thaer in Celle geboren.
Den regulären Schulunterricht schwänzte er oft und verbrachte
die freien Stunden mit seinen wohl erzogenen, aber ausschweifenden
Freunden in Wirtshäusern und Spielsalons. Von seinem Vater
bekam der junge Thaer Privatstunden finanziert: Mathematik, Historie,
Naturgeschichte, Anatomie und Botanik. Diesen Unterricht nahm er
sehr ernst und machte sich den seinen Lehrer und Sprachmeister Ferry
zum Busenfreund. Dieser versorgte Thaer mit den Schriften französischer
und englischer Freigeister.
Im Alter von 16 Jahren stellte Thaer fest, kein einziges Wort Latein
zu beherrschen und bat seinen Vater um Erlaubnis, der Regelschule
fernbleiben zu dürfen, weil er dort nicht lernte.
Sein Vater willigte ein und stellte einen Lateinlehrer für
Privatstunden ein. Innerhalb von einem Jahr sprach Albrecht Daniel
Thaer fliessend Latein.
1770 nahm Thaer ein Medizinstudium auf. Er war ein hochbegabter
Student und promovierte schon 1774. Anschliessend praktizierte er
erfolgreich als Arzt in Celle. 1978 wurde er zum Stadtphysikus und
1780 zum staatlichen Hofmedicus ernannt. Trotz seiner grossen Erfolge
fühlte er sich in seinem Beruf nicht wohl. Er hatte mit seinen
Patienten zuviel Mitgefühl und sah in seiner Hilfe nur begrenzte
Möglichkeiten. In seinen Mussestunden beschäftigte er
sich mit der Blumenzucht.
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