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Das Leben Albrecht Daniel Thaers
Thaer der Lehrmeister (1803-1819)
Infolge der Besetzung Deutschlands durch Napoleons folgt Thaer
dem Rufe des Preussenkönigs Wilhelm III. und des Staatsministers
Graf von Hardenberg und siedelt nach Preussen über. Als preussischer
Geheimer Rat kommt er 1804 in den Oberbarnim, verkauft den ihm in
Erbpacht übergebenen Teil des Amtes Wollup und ersteht das
Rittergut in Möglin mit dem im Oderbruch gelegenen Vorwerk
Königshof.
1806 eröffnet Thaer Mögliner Lehranstalt, die ab 1819
"Königliche Preussische Akademie des Landbaus" wird.
1810 wird er zum ausserordentlichen Professor für Kameralwissenschaften
an der neu gegründeten Universität in Berlin berufen und
hält dort während der Wintersemester Vorlesungen zur Allgemeinen
Landwirtschaftslehre, während er im Sommer in Möglin lehrte.
Seit 1811 widmet sich Thaer besonders der Schafzucht. Schon 1819
ist der erste Stamm von 150 Schafen auf 1000 vermehrt. Die Schäferei
wird zu Thaers Hauptpfeiler seiner Forschung uns Haupteinnahmequelle.
Die Qualität der in Möglin produzierten Wolle steigert
sich so, dass sie auf den Berliner Wollmärkten schon 1815 und
1816 zur besten erklärt wurde.
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