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Batzlow

Die erste urkundliche Erwähnung Batzlows war im Jahre 1375. Es soll aber bereits 1340 der Familie von Barfus gehört haben, in deren Besitz sich das Gut über drei Jahrhunderte befand. Während der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden viele Gebäude zerstört, darunter das ehemalige Schloss. Die Feldsteinkirche mit ihren neogotischen Zinnen blieb jedoch erhalten.

 

Der für die Viehernährung wichtige Ertrag der Wiesen stieg bei sachgerechter Bewässerung. Störende Unebenheiten konnten durch Schwemmungen ausgeglichen werden. Bereits im Jahre 1800 mutmaßte Albrecht Daniel Thaer in den „Annalen der Niedersächsischen Landwirthschaft“, dass einst durch Zufall entdeckt wurde, wie die „Ebnung und Vergrößerung der Wiese besser vermöge der Kraft des Wassers, als durch Abkarren geschehen konnte“. Damit war das Prinzip der Schwemmwiese geboren. Thaer befasste sich in mehreren Publikationen mit einigen Meliorationsverfahren, worunter man die Verbesserung der Eignung eines Standortes für die landwirtschaftliche Produktion, wie Entwässerung, Bewässerung, Standortumgestaltung u. a., versteht. Als Thaer 1804 Möglin kaufte, traf er mit dem Oderbruch ein großes, komplexes Meliorationsgebiet an. Er konzentrierte sich in Möglin auf zwei Meliorationsverfahren, das Mergeln und die Anlage von Schwemmwiesen. Das Mergeln hat keine erkennbaren Spuren hinterlassen, wohl aber die Anlage der Schwemmwiesen. Zwischen Batzlow und Möglin legte Thaer eine Schwemmwiese an, heute durch die Landstraße gekreuzt, die als Demonstrationsfläche diente. Die ursprünglich vernässte schmale Niederung mit einem mäandrierenden Graben ließ praktisch keine landwirtschaftliche Nutzung zu. Thaer betonte des Öfteren, dass er Möglin nicht gekauft hätte, wenn es dort nicht möglich gewesen wäre, Schwemmwiesen anzulegen. Die Thaer-Ausstellung in Möglin bietet Interessierten u. a. umfassende Informationen über seine Meliorationsverfahren, insbesondere die Anlage von Schwemmwiesen.

 

In Batzlow besteht die Möglichkeit, einen Einblick in die ältesten textilen Handwerkstechniken zu erhalten. Auf historischen Webstühlen werden einzigartige Stoffe aus Naturfasern gefertigt. Neben individuellen Textilien können auch Filzprodukte wie Filzschmuck, Hüte, Filzaccessoires u. a. im Urticahof erworben werden. Arbeiten nach individuellen Wünschen können bestellt werden. Es finden auch regelmäßig Kurse und Seminare zum Thema „Weben - Filzen - Spinnen – Pflanzenfärben“ in dem Werkstattatelier statt.