Die landschaftliche Umgebung von Möglin
Etwa 55 km nordöstlich von Berlin entfernt liegt der kleine Ort Möglin mit seinen rund 200 Einwohnern. Heute gehört der Ort als Ortsteil zur Gemeinde Reichenow-Möglin im Landkreis Märkisch-Oderland.
Möglin liegt in einer reizvollen und von der Eiszeit geprägten Landschaft auf dem mit Grundmoränen bedeckten Plateau des Barnim; in Höhen um 65 bis 70 m über dem Meeresspiegel. Das Oderbruch und die Märkische Schweiz begrenzen den Ort.
"Die Region um Möglin, der Hauptwirkungsstätte Albrecht Daniel Thaers, ist eiszeitlich geprägt. Der Fachmann spricht von einer Jungmoränenlandschaft. Entscheidende Vorprägungen fanden in der Elster- und Saale-Kaltzeit statt und sind daher älter als 128.000 Jahre vor heute. Für die Gestaltung der anstehenden Oberfläche ist die Weichsel-Kaltzeit verantwortlich, wobei die Eisdecke im vorgestellten Raum vermutlich 80 bis 100 Meter stark war.
Möglin liegt zwischen dem ehemaligen Eisrandverlauf des älteren Brandenburger Stadiums dieser Kaltzeit im Süden mit einer Entwässerung des abschmelzenden Eises ins Baruther Urstromtal und der Eisrandlage des Pommerschen Stadiums im Norden mit der Entwässerung über das Eberswalder Urstromtal.
Die Pommersche Eisrandlage begrenzt das Oderbruch im Norden. Sie ist besonders gut von Altranft und Bad Freienwalde aus zu erkennen.
Südwestlich von Möglin lag etwa auf der Linie Prötzel-Bollersdorf-Obersdorf die wenig ausgeprägte Frankfurter Staffel der Weichsel-Kaltzeit, datiert auf etwa 18.000 Jahre vor heute. Die Entwässerung erfolgte über das Berliner Urstromtal. ... "
Den vollständigen Text über Die eiszeitliche Landschaftsprägung der Region um Möglin lesen.
Weitere spannende Details erfahren Sie aus dem Buch: Albrecht Daniel Thaer in Brandenburg und Berlin. Agrarhistorischer und kulturhistorischer Reiseführer (2004, siehe Thaer-Shop).


