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Garzau

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das ursprüngliche Angerdorf Garzau im Jahre 1247. Dieser Ort entstand einst im Schutz slawischer Burganlagen. Im 14./15. Jahrhundert war Garzau weitgehend verlassen. Besonders sehenswert ist die restaurierte Feldsteinpyramide, die Friedrich Wilhelm Carl Graf von Schmettau (1743 - 1806) für sich 1780 als Grabmal im Landschaftspark von Schloss Garzau errichten ließ, die aber nie als Grabstätte genutzt wurde. 1802 verkaufte der Graf das Gut und siedelte um in das Schloss Köpenick. Unter der Leitung des Kartographen entstand ein Preußisches Kartenwerk. Der Offizier der Preußischen Armee und Militärschriftsteller erlag nach seiner Flucht vor den Franzosen seinen schweren Verwundungen aus der Schlacht von Auerstedt. Er wurde auf dem Jacobsfriedhof in Weimar begraben, wo er Zuflucht im Hause von Goethes Freundin Charlotte von Stein und im Stadtschloss suchte. Das Schloss in Garzau und die imposante Parkanlage verfielen nach und nach.

 

Der Atombunker in Garzau entstand zwischen 1972 bis 1975 als Organisations- und Rechenzentrum der Nationalen Volksarmee der DDR. Die fast vollständig erhaltene Bauwerks- und Schutztechnik bietet Interessierten einen Einblick in die Funktionsweise dieses Spezialbauwerks.

 

Die „Alte Brennerei" ist besonders für Kinder- und Jugendgruppen ein tolles Ausflugsziel mit Übernachtungsmöglichkeit. Unter dem Motto „ich penne auf der Tenne" können große und kleine Gäste auf Strohsäcken oder Matratzen entspannen und auch übernachten. Ein heller Multi-Raum für kreative Arbeiten steht den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung.

 

Garzau liegt an einer eiszeitlichen Restseenkette, die wie auf einer Perlenschnur aneinandergereiht sind. Der Lange See, auf dem Weg von Garzau nach Garzin gelegen, besitzt eine Badestelle, die zum Verweilen einlädt.

 

 

Feldsteinpyramide in Garzau Badestelle auf dem Weg von Garzau nach Garzin