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Rathsdorf

Im Zuge der Trockenlegung des Oderbruchs entstand nördlich der Stadt Wriezen in den Jahren 1753/54 „des Rates Dorf“ für 21 Kolonistenfamilien. Fundstücke konnte jedoch nachweisen, dass hier bereits in der Jungsteinzeit Menschen siedelten. Die historische Dorfanlage Rathsdorfs mit den quer gegliederten Fachwerkhäuser und eingeschossigen Krüppelwalmdächern ist in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben und zu bewundern. Altgaul, das Nachbardorf von Rathsdorf, wurde als Vorwerk der Stadt Wriezen erstmals erwähnt. Hier liegt das Storchenmuseum Rathsdorf/Altgaul. Der Storchenturm ist ein früher weit verbreiteter Märkischer Ziegelbrennofen, der etwa 200 Jahre alt ist. Im 19. Jahrhundert wurden diese Öfen errichtet, um aus regionalem Ton und Lehm Ziegel herzustellen. In den Brennöfen konnten über 850 Grad Celsius erreicht werden, um die Ziegel zu brennen. Nachdem der Brennofen vor etwa 100 Jahren stillgelegt wurde, bauten Störche auf der Turmspitze ihr Nest, wodurch er die Bezeichnung Storchenturm erhielt und zu einem Wahrzeichen des nördlichen Oderbruchs wurde.

 


Storchenmuseum Rathsdorf/Altgaul