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Reichenberg

Reichenberg liegt im Norden des Naturparks Märkische Schweiz, zwischen Ihlow und Ringenwalde. Erste urkundliche Erwähnung fand es im Jahre 1335 unter dem Namen "Richenberg". Frühe Gutsherren waren Vertreter der Familie von Eichendorf. Auf diese Zeit deutet die Namensgebung für die Eichendorfer Mühle am Stöbber, nördlich von Münchehofe oder südöstlich von Julianenhof hin. Um 1500 wird Richenberg in Reichenberg umbenannt. Von 1482 – 1777 befand sich Reichenberg im Besitz der Familie von Barfus. Während des Dreißigjährigen Krieges wird die Ortschaft schwer verwüstet. Im Jahr 1719 entsteht das "Vorwerk Stöbberow", das 1801 als Julianenhof erwähnt wird (siehe auch Julianenhof). Dort wurde in einem Stallgebäude in landschaftstypischer Feldstein-Klinker-Bauweise ein Fledermaus-Museum eingerichtet. Dieses ist einmalig in Deutschland.

 

Die erste Zentralschule entstand im Jahr 1951 in dem Gutshaus von Reichenberg. 1963 entstand ein neues Schulgebäude, in dem auch Kinder der umliegenden Dörfer unterrichtet wurden. Seit 1998 ist der Schulbetrieb im Dorf eingestellt. Das Gutshaus befindet sich heute in Privatbesitz.

 

In Reichenberg steht eine imposante Feldsteinkirche mit einem Wehrturm aus der frühen Kolonisationszeit. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente einst als Schutzkirche. In der Kirche befindet sich eine Gruft der Familie Barfus. Während schwerer Kriegshandlungen 1945 brannte sie innen total aus. Die dicken Mauern haben den Brand überdauert und so wurde die Kirche wieder aufgebaut. Um Reichenberg herum liegen viele Seen, die zum Baden oder Angeln einladen.

 

 

Eiszeitlich geprägte Landschaft bei Reichenberg  Feldsteinmauerwerk in Reichenberg